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Ruck-Zuck Breirezepte – es muss nicht immer Gläschen sein

16. Februar 2018
Breirezepte_diverse Grundzutaten

Selbstgemachte und schnell zubereitete Breirezepte für die Kleinsten

Schier endlose erscheinende Regale türmen sich vor Mamas und Papas in Supermärkten oder Drogeriemärkten auf, Regale gefüllt mit Gläschen. Ab dem 4., 6., 8. und 10. Monat und schließlich ab 1 Jahr findet man dort als Richtlinien auf diese gedruckt, sodass man genau die richtige Mahlzeit für das Alter des eigenen kleinen Schatzes herausfinden kann. So weit so gut.

Doch muss es immer Fertignahrung sein?

Versteht mich bitte nicht falsch, auch wir haben eine kleine Auswahl Gläschen daheim. Wenn es mal schnell gehen muss oder wir über die Mittagszeit unterwegs sind, dann kommt gern auch mal Gläschen auf den Tisch. Warum auch nicht? Sie sind meistens (!) ohne Zusatzstoffe und kommen oftmals sogar in Bio-Qualität daher, selbst von den Drogerie-Eigenmarken zu einem erschwinglichen Preis. Ich möchte also keineswegs verteufeln! Aber ich finde, aus meiner eigenen Erfahrung heraus, dass es bei Babys wie bei uns Großen doch so ist: Selberkochen ist weder schwer, noch teuer. Nicht aufwändig möchte ich jedoch nicht sagen. Je nach dem, wie routiniert man sich in der Küche bewegt, ist es sicher ebenfalls schnell gezaubert. Ist man jedoch sonst auch eher Typ Kochmuffel oder einfach etwas ungelenk in der Küche, kann es natürlich zusätzlich mit einem Baby auf dem Arm oder im Stuhl neben sich etwas anstrengend sein.

Aber so oder so, ich kann euch versichern, es lohnt sich. Denn ihr könnt nicht nur selbst entscheiden, was ihr eurem Baby anbieten möchtet, ihr wisst auch ganz genau, wo es herkommt. Außerdem kann (gemeinsames) Kochen auch richtig viel Spaß machen. Ihr könnt euer Kleines direkt mit einbinden. Wenn es schon allein im Hochstuhl sitzen kann, nehmt es euch dazu, gebt ihm das eine oder andere Küchenutensil in die Hand und lasst es dieses erforschen.

Simple und leckere Breirezepte für das Baby

Bereits vor einigen Tagen habe ich euch neben einem kleinen Überblick auch unseren Weg beschrieben. Den Weg, den wir mit Klein-BV gehen, um ihn an der klassischen Nahrungsaufnahme teilhaben zu lassen. Daher wisst ihr, dass wir neben dem klassischen Brei auch bereits etliches an Fingerfood dazu reichen. So kann er einerseits selbst entscheiden, was er essen möchte und andererseits viel breitflächiger seine (Lebensmittel-) Welt erkunden.

Die folgenden Breirezepte sind diejenigen, die sich bei unserem Kleinen bislang als besonders lecker erwiesen haben. Die Mengen sind manchmal etwas viel. Daher stelle ich den Rest oft, umgefüllt in eine frische Schüssel, abgedeckt (nach Abkühlung) in den Kühlschrank und biete es ihm dann am Abend noch einmal an. Mir ist bewusst, dass es immer heißt „nicht erneut erwärmen“. Aber ich denke, wenn ich etwas frisch koche, sollte es auch für den Kleinen noch einmal erhitzbar sein. Schließlich mache ich nichts anderes, wenn ich auf Vorrat koche und es einfriere. Allerdings muss auch ich sagen, was er dann am Abend oder spätestens nächsten Tag zum Mittag (wenn nicht am Abend angeboten) aufisst, kommt entweder weg oder wird von uns aufgegessen.

Auf Vorrat kochen

Und natürlich lassen sich alle Breirezepte auch grundsätzlich auf Vorrat kochen. Da besteht entweder die Option, den ganzen Brei oder aber lediglich einzelne Komponenten in großer Menge zuzubereiten. Ich habe z.B. immer portionsweise einzelne Gemüsesorten eingefroren, die ich bei Bedarf einfach am Abend vorher (oder auch mal erst morgens) aus dem Froster hole und dann super zum Mittag verarbeiten kann. So geht es dann gern mal besonders schnell. Kartoffel und Co. hingegen koche ich in der Regel frisch.

Und zum Thema Apfelsaft (kommt in einigen der nachfolgenden Rezepte vor): In der App „Baby & Essen“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (ich habe hier bereits meine Meinung dazu kundgetan) wird empfohlen, als Nachtisch entweder etwas Saft oder Obstpüree anzubieten. Dabei werden 1,5 EL Saft/Püree angegeben, wenn Fleisch im Brei enthalten ist und 3,5 EL, wenn statt Fleisch Flocken genommen werden. Ich möchte meinem Kind noch nicht nach jeder Mahlzeit ein Kompott geben und damit suggerieren, dass Süß zum Mittag dazugehört. Allerdings habe ich bei einigen Gerichten für den Geschmack etwas Saft untergerührt und denke, dass aufgrund der Empfehlung eigentlich generell ein kleines Dessert anzubieten, diese Vorgehensweise nicht weiter dramatisch ist. So bekommt mein Kleiner dennoch etwas Frucht angeboten ohne dass ich ihm diesen als Nachtisch anbiete.

Ran an die Töpfe

Nun aber genug gefachsimpelt, jetzt möchte ich gern einige der besonders beliebten Rezepte von BV vorstellen. Und wer weiß, vielleicht finden ja auch eure Kleinen Gefallen daran.

Kürbis-Reis mit Apfelsaft

Breirezepte_Reis mit Kürbis und Apfel

  • 50-60 g Reis (ich nehme Naturreis)
  • 130 Gramm Kürbis (Hokkaido oder Butternut)
  • 1 EL Haferflocken (Alternativ: Hirse oder Dinkelflocken)
  • 1 El Rapsöl oder etwa 7 -10 g Butter
  • 1 El Apfelsaft (Direktsaft oder selbstgekocht)
  • Ggf etwas Wasser

Reis nach Packungsanweisung (aber OHNE Salz) kochen (bei losem Reis 1 Teil Reis/2 Teile Wasser).

Parallel Kürbis würfeln. Beim Hokkaido könnt ihr die Schale dran lassen. Den Kürbis einfach waschen, den Strunk entfernen und entkernen. Solltet ihr Butternut nehmen wollen (ich finde, der schmeckt feiner), dann kann ich euch folgenden Tipp mitgeben:

Kürbis halbieren, die Schnittkanten dünn mit etwas Öl einreiben und mit diesen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bei 180 – 200 Grad etwa 20 – 30 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und schon lassen sich die Hälften leicht mit einem Löffel aushöhlen.

Reis und Kürbis mit den Flocken und dem Fett (Öl oder Butter, ich variiere immer) in ein hohes Gefäß geben und kräftig pürieren. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, dass es sämiger wird (ggf. noch nicht zu viel, wegen des folgenden Saftes)

Zum Schluss den Brei mit einem Esslöffel Apfelsaft abschmecken, ggf. noch etwas abkühlen lassen und dem Baby servieren.

Nudeln mit Pastinaken-Apfel-Gemüse

Breirezepte_Nudeln mit Pastinake und Apfel

  • 50-60 g Nudeln
  • 130 g Pastinaken
  • 1 EL Haferflocken (Alternativ: Hirse oder Dinkelflocken)
  • 1 El Rapsöl oder etwa 7 -10 g Butter
  • 1 – 2 El Apfelsaft (Direktsaft oder selbstgekocht)
  • Ggf etwas Wasser

Nudeln nach Packungsanweisung (aber OHNE Salz) kochen.

Parallel Pastinake schälen und grob zerkleinern und ebenfalls kochen bis sie weich ist.

Nudeln und Pastinake mit den Flocken und dem Fett in ein hohes Gefäß geben und kräftig pürieren. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, dass es sämiger wird (ggf. noch nicht zu viel, wegen des folgenden Saftes).

Zum Schluss den Brei mit einem oder zwei Esslöffel Apfelsaft (je nach Geschmack) abschmecken, ggf. noch etwas abkühlen lassen und dem Baby servieren.

Buntes Buttergemüse

Breirezepte_Buntes Buttergemüse

  • 60 g Kartoffeln
  • 70-80 g Karotten
  • 50-60 g Kürbis
  • 1 EL Hirseflocken (Alternativ: Hafer- oder Dinkelflocken)
  • etwa 7 -10 g Butter (oder 1 El Rapsöl)
  • ggf. etwas Wasser (von den Karotten)

Kartoffeln (OHNE Salz) kochen.

Parallel Karotten schälen und grob zerkleinern. Kürbis evtl schälen (je nach Sorte, siehe oben) und ebenfalls würfeln. Beides kochen bis es weich ist.

Kartoffeln, Karotten und Kürbis mit den Flocken und dem Fett in ein hohes Gefäß geben und kräftig pürieren. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, dass es sämiger wird. Wenn ich Karotten oder Kürbis koche, nehme ich gern etwas von dem Kochwasser, da es noch einmal etwas Geschmack mitbringt.

Wenn der Brei die gewünschte Sämigkeit (jedes Baby hat andere Geschmacksvorlieben) und essbare Temperatur erreicht hat, servieren 🙂

Grüner Kartoffelbrei

Breirezepte_grüner Kartoffelbrei

  • 70 g Kartoffeln
  • 130 g frisch gekochter Spinat
  • 1 EL Flocken (Hafer, Dinkel, Hirse)
  • 1 EL Rapsöl (hin und wieder nehmen wir auch etwas Mandelmus)
  • Ggf etwas Wasser

Kartoffeln (OHNE Salz) kochen.

Parallel Spinat von Strunken entfernen, waschen und in reichlich Wasser (ebenfalls OHNE Salz) etwa 10 Minuten kochen.

Kartoffeln und Spinat mit den Flocken und dem Fett in ein hohes Gefäß geben und kräftig pürieren. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, dass es sämiger wird.

Anschließend in ein Schälchen füllen, den Brei auf eine essbare Temperatur abkühlen lassen und servieren.

Kartoffel-Pastinaken-Brei mit Mais

Breirezepte_Kartoffelbrei mit Pastinake und Mais

  • 60 – 70 g Kartoffeln
  • 100 g Pastinake
  • 40 g Mais (aus der Dose)
  • 1 EL Flocken (Hafer, Dinkel, Hirse)
  • 1 EL Rapsöl oder Mandelmus
  • Ggf etwas Wasser

Kartoffeln und Pastinaken (OHNE Salz) kochen.

Parallel abtropfen lassen und etwas spülen/waschen.

Kartoffeln, Pastinaken und Mais zusammen mit den Flocken und dem Fett in einem hohen Gefäß kräftig pürieren. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, dass es sämiger wird.

Anschließend wie gehabt in ein Schälchen füllen und sobald der Brei eine essbare Temperatur erreicht hat, schmecken lassen.

Ich hoffe, unsere Rezepte gefallen euch und vielleicht ist ja auch das eine oder andere dabei, das eurem kleinen Schatz mundet. Wir wünsche frohes Nachkochen und einen guten Appetit.

Lasst mich gern wissen, welches euer Favoritenrezept ist. Einfach unten in den Kommentaren. Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen.

Liebe Grüße,
Finja

  1. Danke für den tollen Rezepten, ich werde sie ausprobieren 🤗 ich gebe gerne Gläschen, aber ich koche auch sehr gerne, je nachdem wie viel Zeit ich habe, das macht nämlich viel Spaß ❤️Lg, Sofia

    1. Liebe Sofia,

      da gebe ich dir recht. Wir handhaben das auch entspannt. Wenn es mal schnell gehen muss oder wir unterwegs sind, geben wir auch Gläschen. Aber wie du sagst, selberkochen macht eben auch Spaß. Viel Spaß auf jeden Fall beim Ausprobieren und lass‘ mich gern wissen, wie es geschmeckt hat.

      Liebe Grüße, Finja

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