Baby | Schwangerschaft

Unser Geburtsvorbereitungskurs im Geburtshaus – Teil 1

27. Juni 2017
Geburtsvorbereitungskurs in Berlin

Vor knapp zwei Wochen, Anfang Juni, absolvierten mein Mann und ich unseren Geburtsvorbereitungskurs. Ein Geburtsvorbereitungskurs für Paare. Ein Wochenendkurs. Samstag und Sonntag jeweils 7 Stunden. Im Geburtshaus. (Und nein, wir werden in einem Krankenhaus entbinden. Dennoch war es glücklicherweise möglich, an diesem Kurs dort teilzunehmen.)

Am Samstagmorgen sind wir beide mit gemischten Gefühlen aufgebrochen. Zwar wollten wir keine Erwartungen schüren und uns überraschen lassen, was kommt, aber so ganz klappte es nicht. Wir hatten dann doch etwas Sorge, dass nun doch so Dinge, wie Kampfhecheln oder ähnliches auf uns zukommen würde.

Aber von vorn. Um 10 Uhr sollte es losgehen, wir waren mit 9:45 Uhr etwas eher da. So konnten wir gleich als eines der ersten Pärchen mit der Hebamme in ein kleines Gesprächszimmer verschwinden, um den Papierkram zu erledigen: meine Krankenkarte wurde eingelesen und wir erhielten die Rechnung für den bereits bezahlten Betrag für meinen Mann. Diese ist wichtig, denn wer (in diesem Fall) die richtige Krankenkasse hat, bekommt mindestens einen Großteil der Kosten des werdenden Vaters erstattet, vielleicht aber sogar den vollen Betrag. Wir haben besonders Glück, denn unser Kurs ist (lediglich) so teuer, wie der maximal erstattbare Kostenbeitrag. Also alles richtiggemacht 😊 (Dazu solltet ihr euch unbedingt bei euren Krankenkassen informieren, wenn ihr einen solchen Kurs plant, das kann sich richtig lohnen).

Anschließend ging es in den Kursraum, in dem wir nun also die kommenden beiden Tage unsere Zeit verbrachten und wo bereits ein Pärchen saß und wir uns direkt zu Ihnen gesellten. Nicht gerade die beiden redseligsten, aber dennoch sehr nette Zeitgenossen. Mit der Zeit füllte sich der Raum zunehmend und es wurde etwas kuschelig. Insgesamt waren wir dann 9 Paare und eine Schwangere, die ohne Anhang teilnahm. Es folgte zum Start eine kleine Vorstellungsrunde. Widererwarten waren wir alle ziemlich ähnlich weit – alle hatten ihren errechnet Termin Ende Juli oder Anfang August. Und so beschäftigten uns über die beiden Tage auch oft gleiche oder ähnliche Fragen rund um die Geburt und die erste Zeit danach.

Es waren letztendlich zwei ganz wunderbare Tage. An beiden Tagen stand seitens der kursleitenden Hebamme der Wunsch im Raum, dass alle Pärchen eine Kleinigkeit zu essen für ein gemeinsames Buffet mitbringen. So brachten wir am ersten Tag einen versunkenen Apfelkuchen vom Blech mit, der ratzfatz aufgegessen war und hochgelobt wurde. Ganz zu meiner Freude – schließlich weiß man ja vorher nicht, wer da so kommt und welche Geschmäcker so aufeinandertreffen. Am Sonntag entschieden wir uns für Bulgursalat, der ebenfalls gut ankam. Aber auch all die anderen hatten klasse Leckereien dabei: so etwa Flammkuchen, Gemüsesticks mit Quark, Laugenbaguettestangen und Butter, Nudelsalat, bunter Salat, herzhaft gefüllte Pfannkuchen, Wassermelone (ganz zu meinem Glück 😉 ) und und und. So hatten wir an beiden Tagen reichlich zu essen und verbrachten entsprechend die Mittagspause (maßgeblich) alle gemeinsam, was zu angeregten Gesprächen führte.

Leider aber hat ein Wochenendkurs aber wohl wirklich einen Haken oder anders gesagt, bei uns hat sich bewahrheitet, was uns ein befreundetes Pärchen prophezeit hat (die ebenfalls einen Kurs am Wochenende absolvierten). Wer sich erhofft, Gleichgesinnte kennenzulernen und mit ihnen vielleicht auch länger über den Kurs hinaus in Verbindung zu bleiben, könnte enttäuscht werden. Da man sich hier nicht über Wochen hinweg regelmäßig trifft, sondern geballt an einem Wochenende ist es recht schwierig (sicher nicht absolut unmöglich) eine derartige Verbindung zueinander aufzubauen, dass sich ggf. mehr daraus entwickeln kann. Und so haben sich leider keine Bekanntschaften ergeben, die anschließend ausbaubar gewesen wären. Das ist ein wenig schade, da doch ein, zwei Pärchen dabei waren, mit denen wir uns sehr gut unterhalten und verstanden haben. Außerdem hätten die Kinder ziemlich genau ein Alter gehabt. Aber so ist das, man kann und sollte nichts erzwingen. Wir hatten trotzdem eine tolle Zeit, und das zählt ja letztlich.

Was alles an Input im Kurs zur Sprache kam, habe ich euch noch einmal in einem separaten Artikel etwas näher dargelegt, da es hier sonst doch ganz schön den Rahmen sprengen würde. Zum 2. Teil geht es hier entlang.

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