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1000 Fragen an mich selbst #13

5. April 2018
1000 Fragen an mich selbst_Runde 13_Seitenarm der Elbe bei Paray_Sprachen

Ein Experiment zur Selbstfindung und Selbstfürsorge

Vom Sprachen lernen, Beziehungen beenden und geheucheltem Interesse

  1. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?

Ich wollte eigentlich, mit einer kurzen Ausnahme als rebellische Teenagerin, immer Mama werden. Und ich kann nur sagen, seitdem ich es bin, bin ich der glücklichste Mensch der Welt. Ja, isso!

  1. Bist du nach etwas süchtig?

Kakao. Kaffee. Sicherheit. Harmonie.

  1. Wessen Tod hat dich am meisten berührt?

Der meines geliebten Opas.

  1. Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten?

Die Höhen und Tiefen der…

  1. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?

Das ist eine wirklich gute und zugleich schwer zu beantwortende Frage. Ich bin keineswegs da, wo ich gern sein würde. Gleichzeitig denke ich, sollte man das allerdings bis zum Schluss auch nie 100 prozentig sein. Denn das Streben danach lässt uns auch stetig wachsen. Sich zu immer wieder zu reflektieren, zu hinterfragen, an sich zu arbeiten – das ist ein Lebensprozess, der wohl nicht abschließbar ist (und das ist gut so).

Ich persönlich befinde mich gerade in einer Zeit des Umbruchs. Ich bin stark dabei an mir zu arbeiten, die eine oder andere Eigenart abzulegen, hinter mir zu lassen. Sich jedoch zu lösen, erweist sich in Teilen als sehr schwer. Denn gerade in der Umgebung vertrauter Personen falle ich doch noch allzu oft in alte Muster zurück – weil andere sie von mir (und das meine ich nicht negativ oder vorwurfsvoll, es ist menschlich) erwarten, sie provozieren (direkt oder auch indirekt) und nicht zuletzt auch, weil ich noch zu wenig dagegen angehe, die Erwartungen, die man an mich hat, zu erfüllen.

  1. Wann muss man eine Beziehung beenden?

Dafür gibt es kein Patentrezept. Jeder muss für sich schauen und abklären, wann ein Punkt erreicht ist, an dem es nicht mehr geht. Gleichwohl denke ich, dass so ein Punkt erreicht ist, wenn einer dem anderen zu sehr nachsteht, ganz und gar unterworfen ist, sich selbst verliert. Und ganz klar auch dann, wenn es zu gewaltsamen Anwendungen (physisch wie psychisch) kommt. Aber das ist meine Meinung, ihr seht das vllt ganz anders. Habt andere Schwellenwerte, ab denen das Ende ansteht.

  1. Wie wichtig ist dir deine Arbeit?

Meine aktuelle – ganz besonders wichtig 😊 Wie sagt man so schön „Ich leite ein erfolgreiches, kleines Familienunternehmen.“

Aber vermutlich zielt die Frage mehr auf die ab, für die man mit finanziellen Mitteln an statt mit Dankbarkeit, Lächeln und lieben Worten und Taten bezahlt wird. Auch diese ist mir in gewisser Weise wichtig. Sie gibt mir die Möglichkeit, eine gewisse Selbstständigkeit zu haben, etwas für mich zu tun, mich zu verwirklichen, in gewisser Weise auch mich zu definieren. Dennoch muss ich auch sagen, seitdem ich Mama bin, ist der Stellenwert der Arbeit für mich um einiges gesunken. Die Karrierefokussiertheit, das „immer schneller-höher-weiter-Prinzip“, ist nicht mehr so arg gegeben, wie zuvor.

In Zukunft soll für mich tatsächlich mehr der Weg „arbeiten um zu leben“ an statt zu „leben um zu arbeiten“ gelten. Denn aufgeben könnte ich das Arbeiten nicht, dafür mache ich es viel zu gern. Nur werde ich, zumindest solang B noch so klein ist, nicht mehr in eine Vollzeitstelle gehen.

  1. Was würdest du gern gut beherrschen?

Sprachen. Und das ist nicht misszuverstehen. Grundsätzlich liegen mir Sprachen sehr. In der Schule waren sie mitunter Paradefächer. Ich lernte damals drei Fremdsprachen: Englisch, Französisch und Spanisch. Und das tat ich wirklich gern. Und ich richtig gut in all den Sprachen. Und privat fing ich sogar vor einiger Zeit mit griechisch an.

Nur leider musste ich in den letzten Jahren immer wieder feststellen, wie sehr so vieles in Vergessenheit gerät, wenn man es nicht nutzt. Zum Glück ist Englisch eine inzwischen weitverbreitete, etablierte Sprache in unserer Gesellschaft. Aber Französisch und Spanisch verrostet doch zusehends. Wenngleich ich mich freue, dass ich doch noch einiges verstehe und (weniger aber immerhin) auch noch das eine oder andere gesagt bekomme. Es heißt ja immer, so etwas verlerne man nicht. Das sei wie Fahrrad fahren. Wenn man sich wieder dahinterklemmen würde, könnte man alles wiederaufleben lassen. Nun, vielleicht mache ich das irgendwann einmal…

  1. Glaubst du, dass Geld glücklich macht?

Geld allein ganz sicher nicht. Aber es macht einiges einfacher.

  1. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?

Ja.

  1. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?

Yoga.

  1. Heuchelst du häufig Interesse?

Nein. Wenngleich das nicht immer so war. Es klingt, wie eine alte Leier, aber es ist ein Prozess, sich davon freizumachen. Wir alle heucheln wohl mal mehr oder weniger Interesse. Und das ist in teilen auch in Ordnung. Wir tun es, um unseren Gegenüber nicht zu verletzen oder um ihm zu gefallen – oder beidem. Aber ich habe für mich irgendwann gesagt, dass es nicht gut ist, es zu viel zu tun. Es gibt natürlich Situationen, da ist es einfach fairer, kollegialer. Aber in vielen Situationen ist es gar nicht schlimm, wenn man kein Interesse hat. Im Gegenteil… Probiert es mal aus, eure Meinung klar herauszustellen. Oft kommen so noch viel bessere Gespräche zu Stande! Und ihr fühlt euch hintenraus viel besser.

  1. Kannst du gut Geschichten erzählen?

Ich bin nicht sicher, denn ich kann nicht behaupten, dass ich es oft täte.

  1. Wem gönnst du nur das Allerbeste?

Mir. – Kleiner Spaß. Meinen beiden Männern. Meiner Familie. Freunden. Hmm… sollten wir nicht eigentlich jedem nur das Beste wünschen!?

  1. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?

Aufenthalte im Ausland während des Studiums oder in der Zeit davor und danach. Im Sinne von Reisen. Von Work and Travel. Oder als Aupair. Oder als Exchange Student. Sowas in der Art. Ich wäre gern für ein paar Monate oder ein Jahr ins Ausland gegangen. Aber irgendwie gab es nie den vermeintlich richtigen Zeitpunkt. Dann fehlte das Geld. Und vielleicht auch etwas der Mut!? Ich bin nicht sicher.

  1. Kannst du dich gut ablenken?

Oh ja… und ebenfalls ganz hervorragend: ablenken lassen! 😉

  1. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?

Jeans und Bluse. Oder in einem gut geschnittenen leicht ausgestellten Kleid. Im Sommer gern auch lässig in Shorts und Top.

  1. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?

Von Krankheiten ereilt zu werden, die nicht heilbar sind. Aber das sind Irrglauben. Jedem von uns kann zu jeder Zeit traurigerweise alles passieren. Erst zu Beginn diesen Jahres mussten wir uns von einem noch viel zu jungen Mitglied der Familie verabschieden, da wir ihn an eine heimtückische Krankheit verloren haben. Natürlich hoffe ich, in Zukunft von derlei Dingen verschont zu bleiben, wenngleich mir bewusst ist, dass es wohl nicht der Fall sein wird.

  1. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?

Nein. Ich bin gern eine Frau.

  1. Wer nervt dich gelegentlich?

Ich mich selbst. Aber natürlich gibt es auch die eine oder andere Person in meinem Umfeld.

Schaut doch gern mal hier, denn dort findet ihr die bereits zuvor beantworteten 240 Fragen aus der Experimentenreihe, deren Ursprung dem Flow Magazin zuzuschreiben ist und von Johanna in diesem Umfang initiiert wurde.

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