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1000 Fragen an mich selbst #2

18. Januar 2018
Mama und Sohn in der S-Bahn_1000 Fragen an mich selbst Experiment

Ein Experiment zum Thema Selbstfürsorge

Ich bin Finja: eine junge Frau, Mama, Ehefrau, Freundin, Schwester, Tochter, Cousine, Bekannte, Nachbarin, … In unserem Leben sind wir viele Personen – in einer vereint. Vor den einen können wir uns ganz fallen lassen, sein, wer wir wirklich sind. Vor manch anderen verbergen wir bestimmte Eigenheiten und Emotionen. Weil wir ihnen nicht genug vertrauen, sie nicht genug kennen oder uns einfach nicht wohl dabei fühlen, uns so zu öffnen. Und ich finde, das ist vollkommen in Ordnung.

Sich selbst nicht verlieren

Doch auch wenn wir uns aus Selbstschutz nicht immer geben, wie wir sind, sollten wir auf uns aufpassen, um uns selbst nicht zu verlieren. Denn es sollte keineswegs überhand nehmen – im Großen und Ganzen sollten wir so sein dürfen, wie wir sind … Bereits vor einigen Tagen habe ich euch von einem Experiment erzählt, dass gerade vor allem unter Mamabloggern die Runde macht. Durch die Beantwortung von 1000 Fragen an sich selbst besteht die Möglichkeit, sich selbst, das eigene Ich noch einmal besser kennenzulernen. Heute möchte ich mir und euch (in diesem Fall darf der Esel sich mal zuerst nennen…geht ja um Selbstfürsorge) gern die nächsten 20 Antworten liefern.

Mama und Sohn konzentriert in der S-Bahn_1000 Fragen an mich selbst Experiment

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Oh ja – da bin ich ehrlich. Ich mache mir ständig, immerzu einen Kopf darüber, was andere über mich denken, wie ich auf sie wirke, ob ich ihnen gefalle. Aber anders als in jüngeren Jahren versuche ich heute nicht mehr, es anderen ständig recht zu machen. Früher habe ich mir die Frage gestellt und mich gleichzeitig bemüht, der Rolle gerecht zu werden, die ich in dem Moment innehatte, die von mir (zumindest vermeintlich) erwartet wurde. Heute merke ich, dass ich immer mehr bei mir bin. Und wenn meine Rolle dem Gegenüber nicht passt, dann passt es wohl auch mit uns einfach nicht. Und dann ist das so. Trotzdem habe ich es bis heute nicht ablegen können, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, was andere über mich denken. Und vermutlich ist das auch nicht so ohne weiteres machbar. Aber auch hier bin ich der Meinung, dass es auch ein wichtiger Bestandteil im Leben, in meinem Leben, ist, um sich selbst immer wieder zu reflektieren

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Morgens. Ich bin ein Morgenmensch. Am besten arbeiten kann ich am Vormittag, dann bin ich besonders kreativ und energetisch.

23. Kannst du gut kochen?

Ja. Das mag jetzt im ersten Moment sehr selbstüberzeugt klingen – aber ich denke, das kann ich in diesem Punkt auch sein. Schon früh wurde ich in der Küche eingespannt, mit 12 etwa durfte ich das erste Mal eine Weihnachtsgans zubereiten. Die erste Kartoffeln schälen stand bereits mit 4, 5 Jahren auf dem Plan. Ich bin froh, um diese frühe Einbindung. Ich hatte immer Spaß am Kochen und dieser hat sich bis heute gehalten. Ich koche sowohl altbewährtes, als auch neues oder exotisches. Und ich liebe es zu experimentieren.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

Sommer. Ich bin durch und durch ein Sommermensch. Ich liebe die Wärme, die Sonne und das Licht. Ich bin auch der Ansicht, dass ich eine Deutsche im Körper einer Südeuropäerin bin 😉

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Das kann ich wirklich nicht sagen. Ich bin ein Mensch, der ständig in Bewegung, in Aktion ist. Ich kann schlecht still sitzen und nichts tun und suche mir daher immer wieder neue Aufgaben. Und wenn ich nach meinem Maßstab mal nichts tue, dann schnalle ich mir meine Schuhe an und bin draußen unterwegs – einfach, um die Natur, das Wetter und die frische Luft zu genießen.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Ja, ich würde sagen, ja, das war ich. Ich hatte eine tolle und behütete Kindheit und meine Eltern haben mir viel ermöglicht: Musik-, Schauspiel- und später Kunstschule. Aber auch viel Liebe und Geborgenheit, Freiheit und Freude am Leben und den Dingen, die ich gern tue, wurden mir zu Hause gegeben und vermittelt.

27. Kaufst du oft Blumen?

Ja, alle ein bis zwei Wochen gibt es in der Regel neue Schnittblumen für den Esstisch im Wohnzimmer. Im Moment habe ich allerdings einen Topf mit Hyazinthen in der Küche und einen Topf mit einem Weihnachtskaktus auf dem Esstisch stehen. Beides hält sich etwas, daher gibt es im Moment ausnahmsweise mal keine neuen Blumen.

28. Welchen Traum hast du?

Ein Haus im Grünen mit Garten, aber (Groß-)Stadtnah – am liebsten Berlin, gut angebunden an die öffentlichen Verkehrsmittel. Das ist ein Traum, der hoffentlich real werden wird. Aber wenn ich ganz tief in mich horche, dann hätte ich dieses Haus am liebsten irgendwo dort, wo es warm ist. Mit Blick auf das Meer!

Außerdem, vielleicht ebenfalls irgendwann einmal realisierbar, möchte ich sehr gern mit meinen beiden Herzmännern mindestens zwei Monate durch Australien reisen – auf eigene Faust in einem Camper und einfach der Nase nach. Dann bleiben wir an Orten, die uns besonders gefallen, so lang, wie wir mögen und dann geht’s weiter…

Ansonsten wünsche ich mir, so Miss-Wahlmäßig es klingen mag, Frieden für diese, unsere Welt. Für unsere Kinder, die in dieser aufwachsen werden. Ich hoffe sehr, dass mein Kind niemals Bomben fallen hören muss!

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

Seit dem ich vor etwas mehr als einem Jahrzehnt aus dem Haushalt meiner Eltern auszog!?… in fünf Studenten-Wg’s und in fünf Wohnungen.

30. Welches Laster hast du?

Kaffee. Liebe ich einfach. Dazu tolle und lange Gespräche… Tee. Niemals ohne. Ich brühe mir mehrfach täglich frischen Tee auf. Bonbons. Mehrfach täglich muss ich was zu Lutschen im Mund haben. Dabei liebe ich vor allem die Bonbons von Ricola. Familienzeit mit meinen beiden Herzmännern. Nichts ist mir wichtiger, als Zeit mit diesen beiden Menschen zu verbringen.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

„Herbstmagie“ von Nora Roberts. Ein Teil einer vierteiligen Liebesromanreihe. Manchmal brauche ich so herzerwärmende schöne Schmöker zwischendurch. Ich habe bereits einen Teil gelesen: „Sommersehnsucht“. Damals war mir gar nicht klar, dass es ein Jahreszeitenzyklus ist und der Roman nur ein Teil von vier’n. Das gefällt mir allerdings so gut. Man kann die Bücher losgelöst von einander oder aber eben wirklich als Reihe lesen. Und weil diese Bücher sich so schön weglesen lassen und so friedvoll sind, werde ich mir die anderen beiden Teile nun auch noch bestellen. Denn ein bisschen heile Welt schadet ja nie…

Als Nächstes warten aber erst einmal wieder tiefgründigere Bücher: die „Tuchvilla“-Trilogie (ich liebe Historienromane) und „Unter Leuten“ von Juli Zeh (ein Geburtstagsgeschenk einer lieben Freundin).

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

Ich bin grundsätzlich niemand, der im Quartalsrhythmus zum Friseur geht. Ich habe lange Haare und zum Glück wenig Probleme mit Spliss. Die letzten Jahre hatte ich, nachdem ich mir mit Anfang 20 einen Bob auf Ohrhöhe schneiden ließ, wieder große Lust auf richtig lange Haare. Und so ließ ich mir nur noch das nötigste, die Spitzen schneiden. Inzwischen sind sie fast Po-lang.

Im Frühjahr will und muss ich nun aber wieder zu einem Friseur, denn so langsam splissen auch meine Spitzen wieder. Nun überlege ich schon seit einigen Wochen, was ich machen soll: mal wieder kürzer und etwa auf Brusthöhe enden lassen, nur die Spitzen und etwas Stufen rein oder die Idee meines Mannes umsetzen und mal wieder auf Schulterlang gehen… Ich bin hin und hergerissen, denn eigentlich bin ich ein lange-Haare-Mädchen und habe doch die letzten Jahre wieder so fleißig gezüchtet. Andererseits trage ich sie nahezu ausschließlich hochgesteckt, da praktischer – vor allem jetzt mit Baby… Was meint ihr? (Schreibt mir gern in die Kommentare, was ihr denkt.)

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

Schuldig im Sinne der Anklage. Aber ich schaffe es auch, es beiseite zu legen, vor allem, um Qualitätszeit mit meinem kleinen Sonnenschein zu verbringen. Aber auch da ist es immer griffbereit. Schließlich will man sofort Fotos machen können, wenn er wieder was neues oder niedliches oder komisches macht…

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Nicht zu viel und nicht zu wenig.

35. In welchen Laden gehst du gern?

Ikea. Dort bin ich wirklich gern, vor allem seitdem ich Mama bin. Selten habe ich mich in einem Laden so willkommen gefühlt wie dort. Das muss man dem Schweden lassen, Familie kann er. Vor allem auch im Restaurant ist es so angenehm. Dort kann ich stillen, wie der Kleine Durst hat, ohne eine doofe Anmache oder einen schiefen Blick von der Seite zu bekommen. Zudem wuseln da viele andere Kinder durch die Reihen und lockern alles auf. Tja, und als Family-Mitglied gibt es Kaffee, Cappu und heiße Schoki bis zum Umfallen. Schont also auch noch den Geldbeutel ;-D Manchmal sitzen wir 2 oder 3 Stunden im Restaurant, trinken und reden und spielen und kuscheln mit dem Kleinen. Fernab der Pflichten, die vielleicht noch zu Hause warten einfach schön. Und im Anschluss gibt es eigentlich immer noch einen Bummel durch die Ausstellungsräume. Auch das kann er, der Schwede. Tolle Stimmungen schaffen, Lust schüren zum Planen oder Anregen, zu Hause mal etwas umzudekorieren (und ich meine nicht zwingend auch neu zu kaufen).

Ansonsten liebe ich kleine Läden, die man gern mal beim Bummel entdeckt und die mal andere Dinge anbieten. Vor allem Kinderläden – Überraschung – haben es mir angetan. Dort bekommt man oft liebevolle Stücke, wunderschöne faire Kleidung und auch ein wenig Nippes. Eben alles was das Mama-, Papa- und Kinderherz begehrt. Dabei mag ich besonders skandinavische Produkte.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Im Moment: Sprite. Sollte ich irgendwann nicht mehr stillen, und der Moment wird wohl kommen, dann gern wieder trockenen Weißwein. Oder einen Gin Tonic.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Ich würde behaupten, ich habe ein recht gutes Gespür dafür, ja.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Ich überlege schon lange, mich selbstständig zu machen. Es rumoren auch zwei, drei konkrete Ideen, womit. Aber bisher siegte der Wunsch nach Sicherheit. Mal sehen, vielleicht ja doch noch in der Zukunft.

39. Willst du immer gewinnen?

Ja und nein. Immer zu gewinnen, wäre wohl langweilig. Aber der Ehrgeiz ist definitiv gegeben (und wird durch das ein oder andere Verlieren noch mehr gestärkt).

40. Gehst du in die Kirche?

Ja. Aber noch nicht lange. Ich bin ohne kirchlichen Glauben aufgewachsen und erzogen worden. Lediglich die Festtage wurden zu Hause zelebriert. Dann folgte mit 25 meine Taufe und somit der Beitritt zur Kirche (eine lange und schöne Geschichte, aber nicht hier und jetzt). Wir gingen fortan sporadisch in den Gottesdienst. Seitdem wir Anfang 2016 nach Berlin zogen dann sehr regelmäßig – bis knapp 2 Wochen vor der Geburt unseres Sohnes. Seitdem ruht es, soll nun aber bald wieder aufgenommen werden – dann zu dritt. Wir freuen uns schon, dem Kleinen unseren Glauben näher zu bringen.

    1. Hallo Jecky,

      das geht mir genauso. Finde dieses Experiment auch total klasse. Man lernt einfach noch mal einiges über sich bzw. führt sich Dinge vor Augen, die man so nicht weiter beleuchten würde. Das ist wirklich spannend und aufschlussreich.

      Liebe Grüße,
      Finja

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