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Wer bin ich? 1000 Fragen an mich selbst – #4

29. Januar 2018
1000 Fragen an mich selbst_Selbstfürsorge_Selbstfindung_Selbstliebe_Bucketlist

Über Selbstfürsorge und Selbstfindung – ein Experiment

Nur noch wenige Tage und der erste Monat des Jahres ist schon wieder vorbei. Verrückt, wenn ihr mich fragt. Und machen wir uns nichts vor, kaum sind die ersten Wochen im Jahr geschafft, ist es doch auch schon wieder fast vorbei. Zumindest kommt es mir jedes Jahr mehr so vor, als fliegt die Zeit nur so an einem vorbei. Nochmal schneller erscheint es mir, seitdem ich schwanger war und erst recht nun als Mama. Aber kennen tun das doch sicher alle irgendwie von euch, oder?

In diesem Jahr habe ich das erste Mal eine kleine Bucketlist niedergeschrieben, also mir nicht nur Ziele gesetzt und Pläne geschmiedet, sondern diese auch schriftlich festgehalten. Und ich muss sagen, das hat was. So etwas Verbindliches. Und gleichermaßen passt die Bucketlist oder vielleicht besser die Erfüllung der aufgestellten Punkte perfekt zum Experiment für mehr Selbstfürsorge, dass nun bereits in die vierte Runde geht. Denn sich regelmäßig ein wenig Zeit zu nehmen, um Dinge zu tun, die einem selbst gut tun, die einem wichtig sind und einem helfen, mehr bei sich anzukommen, das eigene Leben zu festigen, um- oder gar neu zu sortieren, sind so enorm wichtig. Gerade dann, wenn man Mama geworden und mit so viel Herzblut und Leidenschaft dabei ist, wie ich (und viele andere). Denn Mamas verlieren sich gern in ihrer (Lebens-)Aufgabe und stellen sich selbst hinten an. Erst einmal die anderen, dann ich…

Runde 4 – 1000 Fragen an mich selbst

  1. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Ich bin Christin und als solche glaube ich an ein Leben nach dem Tod. Ich glaube daran, dass unsere Seele unsterblich ist und nach unserem Ableben eine neue Hülle findet. Unser Körper hingegen ist lediglich eine Hülle, die der Seele für einen gewissen Zeitraum ein zu Hause schenkt und der irgendwann dem natürlichen Kreislauf zurückgeführt wird.

  1. Auf wen bist du böse?

Tatsächlich? Auf niemanden. Ich bin vielleicht enttäuscht oder traurig über Situationen, über Umstände und dass sie so sind, wie sie sind. Aber böse… das ist wohl eher ein kurzfristiges Gefühl, dass sich dann schnell in eben die beschriebene Traurigkeit, Wut oder Enttäuschen wandelt und dass ich im Moment (zum Glück) zumindest nicht verspüre.

  1. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Nahezu ausschließlich, denn wir haben kein eigenes Auto und kommen somit gar nicht drum herum, wenn wir von A nach B wollen. Ich laufe aber auch wirklich viel zu Fuß, sofern das möglich ist.

  1. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Ich würde sagen, das rund eine Jahrzehnt zwischen meinem 16. und 28. Lebensjahr. Da gab es zwei große Themen, die mich wirklich sehr vereinnahmt, oftmals traurig, wütend und verzweifelt haben sein lassen.

  1. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?

Beruflich – Ja und nein. Ich hatte alle paar Jahre andere Wünsche. Ich wollte Lehrerin, Schauspielerin, Modedesignerin werden. Später fand ich die Vorstellung klasse, eine Frau zu sein, die in schicken Kostümen und hohen Schuhen ihrem Job nachgeht. Einem Job, in dem man viel organisieren und planen muss, der zur modernen , der digitalen Zeit passt. Zumindest in Teilen, habe ich das erreicht. Zu 100%, was das Management und das Digitale angeht. Was Kostüm und hohe Schuhe angeht immerhin in Teilen – denn zumindest für Kundentermine musste ich bislang stets adrett gekleidet sein und hatte auch immer viel Spaß daran. Das ist wie eine Rolle, in die man schlüpft und die Kleidung verhilft dir dabei, diese Rolle noch besser anzunehmen. Ansonsten war es in der Regel ok, im Alltag casual aufzutreten.

Privat hingegen bin ich zu 1000% geworden, was ich immer sein wollte – Mama und Ehefrau.

  1. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Reggae.!

  1. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?

Diskretion. Nein, Spaß 😉

Eine etwas eigenartige Frage für eine verheiratete Frau, die ihren Mann liebt. Oder handelt es sich hier um eine etwas holprig gestellte Frage?

  1. Was war deine größte Anschaffung?

Zahnkronen… was das angeht, bin ich ein mehrfach gekröntes Haupt.

  1. Gibst du Menschen eine zweite Chance?

Ja, absolut. Ich finde, jeder hat eine zweite Chance verdient, sofern die Handlungen, die etwas kaputt und eine zweite Chance notwendig werden lassen nicht allzu schlimm sind. Denn wir alle sind Menschen und machen Fehler. Und wir alle sollten die Möglichkeit haben, aus unseren Fehlern zu lernen und es anschließend besser machen zu können.

Aber: Jegliche Form von Gewalt, physisch wie psychisch, bedarf allerdings definitiv einer genauen Überlegung, ob eine zweite Chance möglich und sinnvoll ist.

  1. Hast du viele Freunde?

Nein. Ein ganz klares nein. Aber die, die ich habe, begleiten mich schon eine Weile und sind mir sehr wichtig. Allerdings bin ich ohnehin der Meinung, dass wir nur eine kleine Handvoll wirklicher Freunde haben (können). Dafür aber umso mehr Bekannte, gute und weniger gute. Aber Freunde, dass sind Menschen mit denen man durch dick und dünn geht, die für einen da sind, auch wenn es mal weniger rosig ist. Und das würden dann wohl doch nicht so viele tun, oder?

  1. Welches Wort bringt dich auf die Palme?

EIN Wort als solches gibt es nicht, jedenfalls fällt mir ad hoc keines ein. Dafür aber Aussagen, also Wortansammlungen 😉 Etwa „Wenn ihr erst mal Kinder habt“, „Wart mal ab, wenn er erst mal zwei Jahre alt ist“, „Das Alter ist ja noch ein Spaziergang, aber in ein paar Monaten, da…“

All diese „wenn, dann“ R a t s c h l ä g e sind mir ein totales Graus und ja, sie nerven mich inzwischen auch ziemlich. Ich bin recht sicher, dass diejenigen, die diese Aussagen treffen, es eigentlich nur gut meinen, aber dennoch sind sie extrem anstrengend und vielleicht gar nicht von Bedeutung. Denn woher wollen wir denn heute wissen, wie mein Kind in ein paar Monaten, 2 oder 10 Jahren ticken wird. Er ist ein eigenes Individuum und als solches wird er sich auch stets auf seine ganz eigene Weise entwickeln. Es wird also möglicherweise ganz anders aussehen, als prophezeit, vielleicht aber auch nicht – wir werden sehen und es einfach auf uns zukommen lassen. Ich würde mich freuen, wenn die anderen es genauso sehen und angehen würden… Ich jedenfalls versuche mich arg zurückzuhalten, was solche Aussagen angeht, egal ob auf das Kind oder andere Aspekte bezogen.

  1. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?

Oh ja… Ich war als 13-jährige Mal auf einer organisierten Jugendfahrt. Das war ein Tagesausflug zu einer Talk Show, damals total In. „Andreas Türck“. Hin und wieder gab es da damals Blicke ins Publikum und da war ich dann auch mal dabei. Also weniger spektakulär und nicht besonders hollywoodreif, fürchte ich…

  1. Wann warst du zuletzt nervös?

Am Abend des 20. Juli 2017. Als mir bewusst wurde, dass es jetzt wohl losgeht, dass es nun nicht mehr lang dauert, bis ich meinen kleinen Sonnenschein endlich im Arm halten darf.

  1. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause.

Mein Sohn und mein Mann. Wo die beiden sind, fühle ich mich zu Hause.

  1. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?

Im Netz, aber auch klassisch durch Nachrichten im TV und Radio. Allerdings muss ich gestehen, im Moment einmal zu wenig als zu oft. Aber das möchte ich gern wieder ändern.

  1. Welches Märchen machst du am liebsten?

Aschenbrödel und die drei Haselnüsse

  1. Was für eine Art Humor hast du?

Einen eigenen. Manchmal auch einen etwas schwarzen. Definitiv aber auch einen sehr sarkastischen. Einen, den nicht jeder teilt – aber glücklicherweise mein Mann. In jedem Fall lache ich gern und viel.

  1. Wie oft treibst du Sport?

Im Moment besteht mein Sport daraus, viel zu laufen in Form von Spazierengehen und daraus, 24 Stunden, 7 Tage die Woche einen Säugling zu bespaßen – tragen, schaukeln, schunkeln, hochheben, fliegen lassen… das trainiert wohl definitiv einige Muskelgruppen.

Ansonsten mache ich leidenschaftlich gern Yoga, was ich bis zum Tag der Entbindung auch sehr regelmäßig, also mehrfach wöchentlich praktiziert habe und nun auch zeitnah wieder aufnehmen möchte. Das ist für mich der perfekte „Sport“ – der perfekte Mix aus Bewegung und zu sich kommen.

  1. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?

Das weiß ich nicht, aber wenn es so ist, dann hoffentlich nur im positiven Sinn.

  1. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

Meine beiden Männer… aber es ist ja nach ‚Dingen‘ gefragt…

Dann auf jeden Fall Kaffee. Ich liebe dieses braune Gesöff für einen gelungenen Start in den Tag und gern nochmal ein wenig am Nachmittag. Und gute Bücher. Ich habe schon immer gern und viel gelesen und wenn ich jetzt mal Zeit finde, nehme ich nach wie vor gern ein Buch zur Hand.

Wie immer bin ich gespannt, was ihr so zu sagen habt. Hinterlasst mir gern einen Kommentar unter diesem Beitrag oder beantwortet auf Facebook, Instagram oder eurem eigenen Blog einige oder gern auch alle Fragen und verlinkt mich gern, sodass ich eure Antworten finden kann.

Habt’s fein, ihr Lieben,
Finja

 

Gestartet wurde dieses wunderbare Experiment durch Johanna.

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