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Wer bin ich? 1000 Fragen an mich selbst – #5

6. Februar 2018

Über Selbstfürsorge und Selbstfindung – ein Experiment

Und zack, wieder eine Woche rum. Und am Ende dieser neuen Woche stehen wieder 20 Fragen, mit denen wir die ersten 100, die ersten 10 Prozent dieses Experiments bereits fertigstellen. Ist doch irgendwie verrückt, oder? Aber weiterhin spannend. Jede Woche aufs Neue schaue ich voller Erwartung auf die nächsten Fragen, die darauf warten, von mir beantwortet zu werden. Und jede Woche bin ich aufs Neue gespannt, was ich wieder über mich lerne – ob wieder Neues dabei ist oder sich Altes zurück ins Gedächtnis bringt.

Eine neue Runde – Nummer 5

  1. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?

Lesen. Viel lesen. Und sticken.

Aber wenn ich so darüber nachdenke, würde ich mir wohl vor allem auch den Kopf darüber zerbrechen, wie es dazu kommen konnte. Was schiefgelaufen ist, dass ich nun da bin, wo ich bin. In jedem Fall hoffe ich sehr, dass dies niemals der Fall sein wird.

  1. Was hat dich früher froh gemacht?

Früher, wie heute: Harmonie. Ich mochte es schon immer, wenn in meinem Umfeld Harmonie herrscht(e). Dann ist die Stimmung ausgelassen, die Menschen gut drauf und die Erinnerungen später (besonders) positiv.

  1. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Ich liebe Jeans. Dazu eine schöne Bluse und ich fühle mich angezogen. Aber auch in Kleidern mag ich mich sehr gern sehen. Sie sind so schön feminin und irgendwie auch immer etwas verspielt. Leider trage ich sie im Alltag viel zu selten und würde dies gern ändern. Tja, und ansonsten mag ich mich in Shorts und Funktionsshirt mit meinen heißgeliebten Wanderschuhen, auch dieses Outfit liebe ich sehr (und die damit verbundene Aktivität umso mehr).

  1. Was liegt auf deinem Nachttisch?

Allerhand. Bonbons, eine Wasserflasche (steht wohl aber eher), Hand- und Fußcreme, Wund- und Heilsalbe, eine Tube Lansinoh-Wollfett, ein Lippenpflegestift, ein Bild meines Mannes aus der Anfangszeit unserer Beziehung, sowie ein Bild auf dem ich mit meinem Papa zu sehen bin, eine Nachttischlampe aus den 70ern (ein „Erbstück“ meines Papas), Taschentücher, mein Handyladekabel (und nachts auch mein Smartphone), 3 Euro (mit griechischer Prägung) als Erinnerung an unsere Kretaurlaube.

  1. Wie geduldig bist du?

Ich fürchte zuweilen nicht sehr geduldig. Aber ich übe mich und werde (denke ich) auch (ganz langsam) besser, was das Geduldig sein angeht. Das ist aber situationsabhängig. Und so ganz schlecht ist Ungeduld ja irgendwie auch nicht 😉

  1. Wer ist dein gefallener Held?

Ich bin nicht sicher, ob Held das passende Wort ist. Aber mein Opa war ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben. Und ich denke, ich auch einer in seinem. Wir waren ein tolles, ein eingeschworenes Team. In lauen Sommermonaten fuhren wir mit dem Multicar in die Felder, zählten Strohballen, schauten auf die Elbe. Als ich noch ganz klein war, hielt er nach der getanen Feldarbeit mit seinem großen Traktor vor dem Hoftor und wartete darauf, dass ich flink aus der Tür zu ihm ins Fahrerhäuschen kletterte. Immer ein riesiges Highlight für mich. Ich liebte es, die letzten Meter bis zur Garage neben ihm auf dem Radkasten sitzend im Trekker mitzufahren. Und er liebte es, sein kleines Mädchen auf diesem Weg bei sich zu haben.

Als der bislang traurigste Anruf meines Lebens mich erreichte, schnürte es mir die Kehle zu. Ich konnte die folgende Nacht nicht schlafen, die anstehende Klausur zwei Tage später nicht schreiben. Ich trug tagelang schwarz, war voller Trauer. Und heute, wo ich hier sitze und darüber schreibe, bin ich es noch immer. Mir laufen die Tränen übers Gesicht und ich bin einfach nur unendlich traurig, dass er nicht mehr hier ist.

  1. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?

Nein.

  1. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?

Mein bester Freund. Seit nun bald 10 Jahren. Und er ist immer an meiner Seite gewesen und wird es hoffentlich auch in Zukunft immer sein. Mein Schatz, ich liebe dich.

  1. Meditierst du gerne?

Ich habe es ein paar Mal ausprobiert und es gefiel mir zunehmend besser (nach anfänglichen Schwierigkeiten, damit warm zu werden). Ich würde es tatsächlich gern einmal öfter in meinen Alltag einbauen, aber bislang gelingt es mir noch nicht. Aber ich arbeite auch hier dran.

  1. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?

Ich koche mir eine heiße Schokolade und kuschel mich (gern mit meinem Mann und meinem Sohn) aufs Sofa. Grundsätzlich versuche ich meistens das Gespräch mit Lars zu suchen. So kann ich am besten Erörtern, was zu diesem miesen Tag führte und es bestmöglich aus der Welt schaffen.

  1. Wie heißt dein Lieblingsbuch?

DAS eine Buch habe ich da nicht. Aber sehr mitgenommen haben mich die Bücher von Jojo Moyes. Ob „Ein ganzes halbes Jahr“, „Ein ganz neues Leben“, „eine handvoll Worte“, „Weit weg und ganz nah“ oder „Über uns der Himmel, unter uns das Meer“. Ihre Bücher bringen mich zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken. Und das ist es, was ich von guten Büchern erwarte.

  1. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über What’s App?

Mit meinem Mann. Gefolgt von meinen Eltern und meiner Schwester (in einer eigenen „Family“ Gruppe).

  1. Was sagst du häufiger: Ja oder nein?

Ja.

  1. Gibt es ein Gerücht über dich?

Vermutlich einige. Über wen gibt es die nicht?

  1. Was würdest du tun, wenn du nicht arbeiten müsstest?

Viel Zeit mit meinen beiden Männern verbringen. Mit ihnen reisen und andere Kulturen kennenlernen. Unendlich viel lesen. Und Sticken bis die Finger bluten. Und schreiben. Vielleicht ja doch mal das schon so lang ersehnte Buch.

  1. Kannst du gut Auto fahren?

Ich möchte behaupten, ja. Mein Mann nickt eifrig. Zumindest tue ich es zuweilen gern.

  1. Ist es dir wichtig, dass andere dich nett finden?

Ja und nein. Zumindest ist es mir wichtig, als freundlich, höflich, zuvorkommend im Gedächtnis zu bleiben. Denn ich denke, auch wenn man nicht einer Meinung ist, ist es das Beste, diplomatisch zu sein und das Ganze erwachsen anzugehen. Trotzdem weiß ich auch, dass dies nicht immer gelingt – ich keineswegs immer freundlich und höflich bin. Vor allem, wenn mich etwas oder jemand richtig in Rage bringt. Aber auch das gehört zum Leben dazu.

  1. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders gemacht?

Wenn ich so darüber nachdenke: nichts. Alles, was und wie ich es gemacht habe, hat mich zu der gemacht, die ich heute bin. Und alles, was mir bislang vielleicht fehlte oder zu kurz kam, kann doch immer noch kommen.

  1. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?

Am liebsten gehe ich etwas essen und/oder trinken, denn ein Cafe, ein Restaurant oder eine Bar liefert meiner Meinung eine tolle Umgebung für lange, gute Gespräche, aber auch für schöne (gemeinsame) Momente. Genauso gern sitze ich an warmen Sommertagen gern irgendwo in einem Park oder am Wasser (in Hamburg an der Alster oder in Berlin an der Spree z.B.) und genieße ein paar Leckereien, liebe Menschen um mich herum und auch hier wieder tolle Unterhaltungen.

  1. Hast du jemals gegen ein Gesetzt verstoßen?

Ja. Als Kind habe ich einen Lolli geklaut, um meiner Cousine zu beweisen, dass ich es mich sehr wohl traue. Danach ging es mir unglaublich schlecht und ich habe den Laden viele Jahre nicht mehr betreten, weil ich mich so schämte. Aber ich wollte ihr eben gefallen…

Als 18-jährige bin ich dann mal geblitzt worden, weil ich zu schnell über eine T-Kreuzung fuhr. Aber diese Sünde hat wohl beinahe jeder Autofahrer auf seinem Kerbholz, oder?

100 Fragen sind geschafft. Wow, und es macht wirklich unglaublich viel Spaß. Ich hoffe, nicht nur mir beim Beantworten, sondern auch euch beim Lesen. Falls ihr die ersten 80 noch einmal nachlesen möchtet, findet ihr diese hier, hier, hier und hier.

Liebe Grüße,
Finja

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