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Wer bin ich? 1000 Fragen an mich selbst – #6

13. Februar 2018
Hamburg_Blankenese_1000 Fragen an mich selbst_Selbstkritik

Ein Experiment zum Thema Selbstfürsorge und Selbstfindung

Es ist Mitte Februar, morgen ist schon wieder Valentinstag und in einer Woche wird mein kleiner Sohn schon 7 Monate alt. Und ich – bin wieder einmal wehmütig, frage ich mich doch stets, wo eigentlich die Zeit so bleibt… Geht es euch da auch so? Im ersten Moment denkt man, dass dies oder jenes noch meilenweit weg ist und im nächsten Moment spricht man in der Vergangenheit darüber…

Über Selbstkritik, Horoskope und Kleiderschrankinhalte – Runde 6 und erneut die Frage „Wer bin ich?“

Und schwupps ist sie da, die nächste Runde, die nächsten 20 Fragen und meien Antworten dazu. Also los geht’s:

  1. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?

Ich muss zugeben, ich musste erst einmal googeln, um mir sicher zu sein, welche Eigenschaften nun genau einem Skorpion zugeschrieben werden. Und ich muss sagen, ja, einige der Eigenschaften finde ich bei mir wieder. So bin ich definitiv fleißig und damit einhergehend auch sehr zielstrebig. Und auch leidenschaftlich und kämpferisch passen gut zu mir. Wobei ich leidenschaftlich auch gut noch um temperamentvoll erweitern könnte 😉 Außerdem sagt man einem Skorpion nicht nur nach, verschwiegen und treu, sondern auch analysefreudig und willensstark zu sein. Und auch hier würde ich unterschreiben.

Grundsätzlich allerdings muss ich ganz ehrlich zugeben, dass ich niemand bin, der viel auf Horoskope, Sternzeichen und all den Bedeutungen dahinter gibt. Und dass, obwohl viele der Eigenschaften, wie gerade beschrieben, durchaus zutreffen. Aber sind nicht auch Löwen treu, Jungfrauen willensstark und Schützen leidenschaftlich!?

  1. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?

Das ist definitiv eine Jahreszeitenabhängigkeit. Im Herbst und Winter fällt es bei mir eher gedeckt aus. Braun, Grau, Schwarz, Weiß. In Sachen Farbe komme ich dann in den freundlicheren Monaten im Frühling und Sommer auf meine Kosten, dann darf es auch mal knalliger werden. Wenn gleich meine Palette neben einigen Farbknallern doch eher zarter ausfällt: Rosa, Blau, Pastell.

Hamburg_Blankenese_1000 Fragen an mich selbst_Selbstkritik_rosa Blüten

  1. Holst du alles aus einem Tag heraus?

Ich bin eher Typ „mehr statt weniger“. Ich habe jeden Tag zig Pläne im Kopf, die ich gern umsetzen möchte. Und wenn ich dann das eine oder andere nicht schaffe (und das kommt, weiß Gott, leider recht oft vor momentan), dann bin ich schon auch gern mal unzufrieden darüber. Und dabei ist es eigentlich kein Weltuntergang und ganz normal. Gerade als Mama eines Babys ist der Tag oft schon gut damit gefüllt, sich um das Baby und auch um die eigenen Grundbedürfnisse zu kümmern. Da ist alles, was noch on Top kommt, doch eigentlich super. Aber ich bin da doch recht perfektionistisch veranlagt und dann eben oft nicht zufrieden, wenn meine (zumindest gedanklich) notierte To-Do-Liste abends zu wenig Haken zu verzeichnen hat.

Aber ich versuche mich, auch zu meinem eigenen Wohl, dahingehend zu bessern. Denn auch wenn ich mal nicht so viel mache, ist es doch vermutlich genau das, was ich eben an diesem Tag brauchte. Mal ne Pause, mal etwas weniger Tempo oder eben einfach viel Zeit für mein Baby. Dafür kommen auch immer wieder Tage, an denen es dann doppelt so schnell, doppelt so weit geht. Ich vermute, die Mischung macht’s und ich muss einfach lernen, das noch mehr zu akzeptieren.

  1. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?

Vier bis fünf.

  1. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben?

Kinder gehen mit dieser ganz speziellen Leichtigkeit durch das Leben und an neue Dinge heran. Oft ohne Vorbehalt, ohne Vorurteile. Das würde ich mir gern wieder mehr vor Augen führen, mir wieder stärker annehmen und dann beibehalten.

  1. Kannst du eine Woche auf fas Internet verzichten?

Ja, das kann ich. Und zwar sehr gut. Bei unseren Urlauben auf Kreta war das einer der ersten Amtshandlungen. Die Smartphones aus der Tasche holen, den Eltern mitteilen, dass man gut angekommen ist und die Geräte dann in den Zimmersafe verbannen. Rausgeholt wurden sie lediglich, wenn man für einen Tagestrip mal pünktlich aus den Federn musste. Ansonsten blieben sie bis zum Ende darin liegen. Dieses „digitial Detox“ tut der Seele einfach so gut. Und wir haben es auch nicht eine Sekunde vermisst. Zu Hause sollte man das auch einfach mal machen, aber mal ehrlich – wirklich passieren, tut es dann doch irgendwie nie.

  1. Wer kennt dich am besten?

Ich denke, mein Mann Lars.

  1. Welche Arbeit im Haushalt findest du am langweiligsten?

Ob am langweiligsten, weiß ich nicht, wobei vielleicht auch, wenn ich so darüber nachdenke…. Aber am schlimmsten auf jeden Fall: Fenster putzen. Darum tue ich es auch so selten.

  1. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?

Klar, sicher. Es wäre falsch, dieses Gefühl zu leugnen. Mal abgesehen davon, dass es dazu auch keinen Grund gibt. Enttäuschungen gehören zum Leben dazu und machen uns zu denen, die wir sind. Sie können unheimlich weh tun, aber – wie ich finde – auch sehr sensibilisieren. Denn sie können uns aufzeigen, wie wir uns anderen gegenüber nicht verhalten sollten.

  1. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus?

Er startet nach einem Erwachen ohne Wecker mit einem ausgedeeeeeeeehnten Frühstück inklusive gern mal einer zweiten Runde Kaffee (wir sprechen hier dann von zwei Thermoskannen bei zwei Kaffeetrinkern :D). Und dann folgt ganz viel weitere Qualitytime mit meinen beiden Männern. Einfach mal keine Termine, keine To Dos, keine Verpflichtungen. An einem perfekten Tag, kann ich einfach in diesen hineinleben und ganz spontan gucken, worauf ich Lust habe und das dann machen.

Wenn ich aber mal nur an m i c h denken müsste… Dann würde er (nach dem ausgedehnten Frühstück) ein Wellness-Treatment beinhalten inkl. Zeit für ein gutes Buch, eine Massage und Kosmetik (bis auf das Buch hatte ich das nämlich alles noch nie). Und im Anschluss würde ich noch einen Abstecher zum Friseur machen und einmal alles nehmen 🙂

  1. Bist du stolz auf dich?

Ich bin sehr perfektionistisch und stehe deshalb recht oft mit mir selbst in der Kritik. Das müsste bzw. sollte ich aber eigentlich nicht. Denn eigentlich habe ich schon so viel erreicht, so viel richtiggemacht oder auch nicht. Aber all das, was und wie ich es gemacht habe und gerade mache, hat mich zu der werden lassen, die ich bin. Und auf dieses Ich kann ich wirklich stolz sein. Ich sollte also seltener kritisch und einmal öfter stolz sein, auf das, was ich so leiste. Und dabei den Gedanken, es geht noch besser, einmal öfter beiseitelassen. Aber das ist leider immer leichter gesagt als getan.

  1. Welches nutzlose Talent besitzt du?

Wenn es ein Talent ist, ist es nicht nutzlos, oder? Gibt es das denn – nutzlose Talente? Irgendwie hat doch alles sein Gutes.

  1. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?

Mein Masterstudium an der Sporthochschule in Köln.

  1. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol?

Im Moment trinke ich KEINEN Alkohol, denn ich stille mein Kind (noch nahezu voll). Da ist das für mich gar keine Frage und Alkohol selbstverständlich Tabu. Aber auch, wenn das Stillen nicht mehr zu unserem Mama-Sohn-Alltag gehört, möchte ich Alkohol gar nicht mehr wirklich anfangen. Hier mal ein Gläschen Sekt zum Anstoßen, Samstagabend mal ein Glas Rotwein in geselliger Runde – ok. Aber die „wilden“ Zeiten (was ich so als wild definiere) sind definitiv vorbei. Das merke ich einfach, denn statt nach einem Gläschen Wein fröne ich nun eher nach einer heißen Tasse selbstgemachten Kakao…

  1. Welche Sachen machen dich froh?

Ein Lächeln meines Kindes, liebe Worte meines Mannes, ein schönes Frühstück mit lieben Menschen, Kuchen backen, ein Stück Schokolade, ein gutes Buch, eine Tasse heißer (!) Kakao, guter Kaffee, reisen, in der Holzwerkstatt meines Papas mitzuwerkerln und dabei diesen Duft einzuatmen … mich machen wirklich viele Dinge froh und glücklich.

  1. Hast du heute schonmal nach den Wolken im Himmel geschaut?

Nein, gerade ist es 7 Uhr früh, da ist noch nicht viel mit Wolken sehen, noch ist es dunkel draußen. Aber ich werde es tun, später. Und ich hoffe, der Himmel sieht so toll aus, wie gestern Nachmittag – strahlend blau mit weißen Wölkchen. Das wäre schön.

Update: Inzwischen ja … und es ist herrlich draußen. Ich liebe es, in den Himmel zu blicken. Dieser strahlt so viel Ruhe aus..

  1. Welches Wort sagst du zu häufig?

Ich habe nicht DAS eine Wort. Vielmehr ist es bei mir so, dass ich immer Phasen habe, in denen ich bestimmte Dinge oder eben Worte sehr stark nutze. So gab es mal eine Phase, in der habe ich besonders gern „amortisiert“ gesagt. Und das dann auch an Stellen, wo es eigentlich weniger hingehörte. Einfach, weil es ein Wort war, was in der Zeit in meinem Sprachgebrauch sehr beliebt war. Und so läuft das immer wieder bei mir. Im Moment ist wohl gerade eine kleine Vorliebe-Pause, denn weder ich noch Lars können ein „Lieblingswort“ benennen.

  1. Stehst du gern im Mittelpunkt?

Ja und nein. Es kommt auf die Situation, den Moment an. An meiner Hochzeit z.B. habe ich es so unendlich genossen, der Mittelpunkt zu sein, gefeiert zu werden. Aber es gibt auch viele Momente, da bin ich gern die, die im Hintergrund steht, die das Ganze eher organisiert und die Fäden zusammenhält und sich freut, wenn es allen gefällt.

  1. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?

So egoistisch es klingt: für mich. Zwar bin ich mit Leib und Seele Mama und kümmere mich von Herzen gern 24/7 um meinen kleinen Strahlemann, aber so langsam sollte ich wohl anfangen, wieder einmal mehr auch etwas für mich zu tun. Neben dem Mama- auch wieder Frau sein. Aber ich denke, das kommt ganz von allein, wenn der Kleine größer und selbstständiger wird. Gerade z.B. beginnt er ganz selbstständig zu sitzen und erkennt, wie viel toller das Spielen auf einmal sein kann. Das beschert mir auch ein paar Minuten, in denen ich andere Dinge machen kann. Und da bin ich sicher, wird es nun bald immer mehr von geben. Und für alles andere muss ich wohl lernen, auch mal abzugeben…

  1. Sind Menschen von Natur aus gut?

Das ist eine wirklich unglaublich schwere Frage, wie ich finde.

Nennt mich naiv, aber zunächst gehe ich so heran, dass der Mensch gut ist. Er ist ein soziales Wesen und von Natur aus doch eigentlich nur im sozialen Gefüge glücklich und kann nur in einem solchen bestehen. Selbst Einzelgänger, so eigenbrödlerisch sie auch sein mögen, so sehr sie das Zusammensein mit Mitmenschen auch meiden, so ganz ohne geht es auch bei ihnen nicht.

Insofern denke ich, dass der Mensch als solcher mit einem guten, einem sozialen Wesen geboren wird. Gleichzeitig aber gibt es natürlich Menschen mit negativen Neigungen. Da frage ich mich selbst, ob derartiges angeboren oder im Laufe des Lebens angeeignet ist… Was denkt ihr?

Falls ihr Lust habt und sie noch nicht kennt, hier, hier, hier, hier und hier findet die Runden eins bis fünf und meine ganzen Antworten auf die ersten 100 Fragen.

Wie steht es um euch, beantwortet ihr auch regelmäßig 20 Fragen zu euch selbst? Dann lasst mir doch gern eine Verlinkung in den Kommentaren da, dass ich mir diese ansehen kann. Ich freue mich drauf.

Liebe Grüße und eine schöne Woche,
Finja

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