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Guiness-Kuchen mit Schokohaube

21. Dezember 2017
Guiness Kuchen 2 Stücke mit Gabeln

Pub meets Backstube

Ich liebe Pubs – auf der Insel, aber auch hier bei uns. Dort herrscht immer eine so herrlich britische Atmosphäre. Es gibt leckeres Bier und (meist) spritzige Barkeeper – in Deutschland mit tollem Akzent. Meinen ersten Pub besuchte ich (unter erwachsener Begleitung) mit 15 Jahren auf einem Schüleraustausch in Großbritannien. Ich war total fasziniert, denn es war etwas ganz anderes als hiesige Kneipen. Irgendwie cooler. Es gab Billiardtische, Karaoke und eben diverse Biersorten. Gut, letztere klangen für mich damals einfach nur total exotisch, probiert habe ich sie natürlich nicht. Das holte ich aber nach, als ich dann – volljährig – in der britischen Hauptstadt urlaubte.

Große Schwarzbierliebe

Obwohl ich eher weniger ein Biertrinker bin und lieber ein frisch gezapftes Cider trinke, mag ich hin und wieder auch gern mal ein Pint Guiness oder Kilkeney. Der weitaus größere Fan von britischem Schwarzbier hingegen ist mein Mann. Auch nicht allzu oft, aber wenn er dann eines trinkt, freut er sich immer sehr und genießt es bewusst. So musste ich auch keine große Überzeugungsarbeit leisten, als es darum ging, was für Kuchen ich als kleines Weihnachtspräsent für seine Kollegen backen sollte und ich ihm neben Lebkuchen das Rezept vorschlug: Guiness-Kuchen.

Und ich muss sagen, es ist nicht nur einfach umzusetzen, auch das Ergebnis ist eine Wucht. Lecker, fluffig und garantiert auch etwas für Nicht-Schwarzbierfans. Spätestens nach diesem Kuchen werden auch sie zu Fans werden (wenn auch vielleicht nur im festen Aggregatzustand 😉 ).

Guiness Kuchen und Lebkuchen

Rezept: Guiness-Kuchen mit dreierlei Schokolade

Ihr braucht

  • 100 Gramm Orangeat
  • 1/8 Liter Guiness
  • + 4 EL Guiness
  • 150 Gramm weiche Butter
  • 75 Gramm Mehl
  • 50 Gramm gemahlene Mandeln
  • 30 Gramm Zartbitterschokolade, geraspelt
  • 50 Gramm Vollmilchschokolade
  • 125 Gramm Zucker
  • 3 Eier
  • 2 – 3 EL Backkakao
  • 2 TL Backpulver
  • 150 Gramm weiße Kuvertüre
  • Zucker- oder Schokostreusel
  • ein kleines Backblech (ca 23cm, z.b. hier) oder eine kleine Springform (best: 20 cm) – oder ihr nehmt die doppelte Menge und ein normales Backblech dazu

Guiness Kuchen ein Stück

Das Orangeat in eine verschließbare Schüssel oder Tupperbox geben und mit den 125ml Guiness übergießen, verschließen und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die Zartbitter- sowie die Vollmichschokolade raspeln.
Tipp: Wenn es mal schneller gehen muss: Es gibt beides auch bereits geraspelt zu kaufen. Ihr findet es in einer gut sortierten Backabteilung.

Je nach Herdart empfiehlt es sich, den Ofen bereits auf 175 Grad Ober-Unter-Hitze (ca 150 Grad Umluft) vorzuheizen.

Die Butter und den Zucker einige Minuten schaumig rühren. Anschließend nacheinander die Eier unterrühren.

Das Mehl und das Backpulver in eine neue Schüssel sieben, die Mandeln, die geraspelte Schokolade und den Backkakao zugeben und alles gut vermischen. Anschließend unter die Butter-Zucker-Creme rühren. Zum Schluss noch das Orangeat inklusive Guinesssud dazugeben und gut unterrühren.

Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform geben und glattstreichen. Bei 175 Grad 50-60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird. Zum Ende hin per Stäbchenprobe den Garpunkt testen. Dazu einen Zahnstocher oder Schaschlikspieß in den Teig stechen und wieder herausziehen. Klebt noch Teig dran, den Kuchen noch einmal für ein paar Minuten reinschieben und die Probe danach erneut durchführen. Bleibt kein (oder nur noch geringfügig) Teig mehr hängen, ist der Kuchen fertig. Diesen dann aus dem Herd nehmen und gut abkühlen lassen.

Für den Schokoguss die weiße Kuvertüre feinhacken oder ebenfalls raspeln und in der Mikrowelle oder über dem heißen Wasserbad schmelzen. Über den Kuchen gießen und mit Zucker- oder Schokostreuseln dekorieren. Fertig.

Guiness Kuchen auf Blech

Guiness Kuchen ein Stück auf karierter Decke

Simpel, schnell gemacht und super lecker. Probiert es aus und überzeugt euch selbst.

Frohes Nachbacken!

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