Food | Recipes

Herbstzeit ist Kürbiszeit

16. November 2017
drei Kürbisse: orange, grün und beige

Herbstzeit ist Kürbiszeit

Und der Beginn der Eintopfzeit. Letztere zieht sich hier bei uns oft bis in den April oder gar Mai des Folgejahres hinein. Ebenso lange, wie die Temperaturen es zu lassen, es also kalt genug ist… Meist starte ich mit Kürbissuppen diverser Art in den Herbst. Schließlich sind die orangen runden Früchte (oder grün oder beigen oder…) die ersten Herbstboten und bieten sich daher wunderbar an.

Suppenkasper in der Dickbauchzeit

Schon im vergangenen Jahr während meiner Schwangerschaft, also vor allem ab Ende November, habe ich sehr gern und viel Kürbissuppen gekocht. Überhaupt war ich in meiner Dickbauchzeit ein totaler Suppenkasper, was sich erst mit deutlich wärmeren Außentemperaturen legte. Aber so kamen hier, nehmen grundlegend schmackhafter Kürbisrezepte auch diverse leckere Kürbissuppenrezepte zu Stande. Eines davon möchte ich heute mit euch teilen: meine bunte Kürbissuppe.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber so lange begleitet mich der Kürbis gefühlt noch gar nicht. So richtig in Mode kam das leckere Herbstgemüse erst, da war ich so etwa 10 Jahre. Und damals mochte ich ihn tatsächlich nur in Form von Suppe. Meine Mama probierte sich auch u.a. in Kürbiskuchen oder süß-sauer eingelegtem Kürbis. Aber beides war zu Kinder- und Jugendzeiten gar nicht meines. Erst als sie dann einige Jahre später ein ganz tolles Marmeladenrezept ausprobierte und damit bei mir einen Volltreffer landete, öffnete ich mich diesem Gemüse noch einmal mehr und mehr. Sicher trug aber auch dazu bei, dass ich älter wurde und sich mein Geschmackssinn veränderte (soll ja etwa alle 7 Jahre passieren). Jedenfalls esse ich seitdem mit Vorliebe so einige Kürbisvariationen – süß, sauer, herzhaft. Ob als Ragout, Marmelade oder Suppe, ich bin dabei.

bunte Kürbissuppe

Ihr braucht:

  • 1 Hokkaidokürbis (etwa 2 Kilo)
  • 750 Gramm Karotten
  • 1/2 bis 1 Bund Frühlingszwiebeln (je nach Geschmack)
  • ½ Stange Lauch (Porree)
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1-2 Süßkartoffeln (300-400 Gramm)
  • Frischen Ingwer (ein etwa 2 bis 2,5 cm großes Stück)
  • Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 Tüte TK Garnelen (oder ca 100 Gramm vom Fischverkäufer eures Vertrauens)
  • 1 Baguette
  • Kerne nach Belieben (Kürbis, Sonnenblumen, Mix… ca. 30-50 Gramm pro Person)
  • 1 Becher saure Sahne

Außerdem:

1 großen Topf (wirklich groß), einen Pürierstab, eine beschichtete Pfanne

Zubereitung:

Den Hokkaidokürbis halbieren und an beiden Enden den Strunk kleinflächig ab- bzw. ausschneiden. Mit einem Esslöffel aus beiden Hälften die Kerne und Fasern entfernen. Anschließend beide Hälften in etwa 2-3 cm dicke Streifen und diese dann in noch einmal etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Die Würfel in den Topf geben.

Kürbis halbiert und gewürfelt

Die Karotten schälen und ebenfalls grob würfeln. Anschließend zu den Kürbiswürfeln in den Topf geben.

Karotten- und Kürbiswürfel im Topf

Die Lauchzwiebeln, Gemüsezwiebel sowie den Lauch putzen (äußere Schale abziehen) und ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Die Süßkartoffeln und den Ingwer schälen und beides grob zerkleinern und alles zu den Kürbiswürfeln geben.

Lauch, Gemüseziwebel und Frühlingszwiebeln

Nun geht’s bereits ans Kochen. Wasser im Wasserkocher aufheizen, 750ml abmessen, mit 2-3 TL Gemüsebrühepulver vermengen und über die Gemüsewürfel in den Topf gießen.

Alles zusammen im Topf

Während alles langsam zu köcheln beginnt, könnt ihr euch schon einmal die Pfanne bereitstellen und die Kürbiskerne einfüllen (hier schaue ich immer Pi mal Daumen, je nach dem, wie viele mitessen. Aber ich rechne pro Person etwa 30-50 Gramm Kerne). Beiseitestellen.

Nach etwa 15 bis 20 Minuten sollte euer Kürbisfleisch, sowie das restliche Gemüse soweit weichgekocht sein. Nehmt den Topf am besten vom Herd und püriert alles gut durch bis keine Stücke mehr vorhanden sind.

Nun geht’s ans Abschmecken. Ich schaue zunächst immer, ob mir die Konsistenz bereits gefällt. Hier ist es absolut Geschmackssache, ob man die Suppe lieber etwas breiiger oder aber flüssiger mag. Bei uns trifft es eher auf flüssiger zu. Fügt also bei Bedarf einfach noch etwas Wasser hinzu bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nun noch mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver abschmecken und noch einmal zurück auf den Herd geben.

Während eure Suppe auf niedriger Temperatur vor sich hinköchelt (Vorsicht, denn bei zu hoher Temperatur beginnt die Suppe gern schnell an zu Blubbern und spritzt aus dem Topf – daran kann man sich fix verbrennen), könnt ihr die Pfanne mit den Kürbiskernen auf den Herd stellen und die Kerne vorsichtig rösten (keine zu hohe Temperatur einstellen). Unbedingt dabei stehen bleiben und die Kerne stets mit einem Kochlöffel in Bewegung halten, damit sie euch nicht anbrennen. Sobald sie den gewünschten Röstgrad erreicht haben, die Pfanne vom Herd nehmen.

Und zu guter Letzt die Garnelen. Auf lange Schaschlikspieße aufpieksen und in einer Pfanne von beiden Seiten anbraten bis sie den gewünschten Garpunkt (sie sollten farbtechnisch von grau zu rosa wechseln) erreicht haben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Nun auch die bislang noch geköchelte Suppe vom Herd nehmen und in tiefe Teller füllen. Die gebratenen Garnelen darauf drapieren und ein paar geröstete Kerne darüber geben. Saure Sahne und Baguette dazustellen und genießen.

Kürbissuppe mit Garnelen

Guten Appetit!

Lasst mir doch gern einen Kommentar da, ob euch die Suppe gelungen und wie sie euch geschmeckt hat! Viel Spaß beim Nachkochen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*