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Sommerzeit ist Marmeladenzeit – Johannisbeermarmelade

30. Juli 2017
Gläser mit Johannisbeermarmelade

Das tolle am Sommer? Dass viele leckere Obst, was es jetzt überall in Hülle und Fülle gibt. Ob aus dem eigenen Garten, vom Selbst-Pflück-Feld, vom Markt oder aus dem Supermarkt – überall lässt sich gerade herrlich frisches Obst in alle Farben und Formen bekommen.

Ich bin ja selbst ein großer Obst-Fan und es gibt kaum etwas, was ich nicht mag bzw. esse. Im Sommer sind es vor allem all die roten Früchte, die mich total anziehen: Erdbeeren, Himbeeren, rote Johannisbeeren, Kirschen. Aber auch die (weniger roten, aber nicht minder tollen) Heidelbeeren, Brombeeren, weiße Johannisbeeren oder Stachelbeeren. Yummy.

Aber das traurige ist, dass es dieses tolle Obstangebot eben nicht das ganze Jahr über gibt und so muss man sich was einfallen lassen, wenn man später in den kühleren Monaten ebenfalls immer mal etwas Sommerfeeling auf dem Tisch haben möchte. Was gibt es da besseres als leckere, selbstgemachte Marmelade?

Und da ich es mindestens so liebe, meine eigene Marmelade zu kochen, wie sie anschließend zu essen, habe ich auch in diesem Jahr schon einmal wieder was für die kommenden Monate vorbereitet. Auch wenn ich eigentlich noch genügend Gläser vom letzten Jahr stehen habe 😉 Egal – Marmelade kann man nicht genug haben. Denn neben selberessen, kann man sie auch super als Geschenk zurecht und anderen damit eine Freude machen.

Johannisbeermarmelade

Ihr braucht:

  • Etwa 900 Gramm Johannisbeeren, gewaschen und vom Stiel gelöst
  • Gelierzucker 2:1
  • ein paar Spritzer Zitrone (frisch oder aus der Flasche)
  • 2 – 3 Teelöffel Vanillezucker (ich nehme immer selbstgemachten, es geht aber genauso gut auch der gekaufte – hier würde ich auf den richtigen Vanillezucker statt die günstige Alternative Vanillinzucker zurückgreifen, einfach auf Grund des Geschmacks)
  • 5 – 6 Gläser, je nach Größe bzw. Inhaltsvolumen

Gläser vorbereiten:
Als erstes starte ich immer mit den Gläsern. Diese wasche ich immer on the Fly (also, wenn sie leer geworden sind) im Geschirrspüler mit und stelle sie mir in den Schrank für die nächste Kochaktion. So muss ich sie, wie jetzt, nur aus dem Schrank nehmen und noch einmal mit kochendem Wasser ausspülen.

Alternativ dazu könnt ihr (wenn ihr z.B. Gläser neu gekauft oder bereits genutzte noch nicht akkurat sauber gemacht habt) Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Gläser wie auch die Deckel in das kochende Wasser geben und alles eine Weile köcheln lassen. Auch so werden ggf. vorhandene Bakterien abgetötet (und ist zudem die gute, alte Methode aus Oma’s Zeiten).

Sowohl nach dem Ausspülen mit kochendem Wasser (ich mache das in einer Schüssel im Spülbecken) als auch nach dem Auskochen im Topf legt ihr euch am besten ein frisches Geschirrhandtuch auf eure Arbeitsfläche und stellt die abgetrockneten Gläser darauf. Die passenden Deckel lege ich mir immer schon direkt vor das jeweilige Glas, sodass ich sie später gleich griffbereit habe.

Alles parat, dann kann es losgehen:
Löst zunächst einmal die kleinen Früchte vom Stiel und sammelt alle in einem großen Sieb. Habt ihr die Puhlerei hinter euch, geht es ans Waschen der zarten roten Kugeln. Während ihr sie etwas abtropfen lasst, könnt ihr den Rest vorbereiten.

Nehmt einen Topf mit mindestens 1,5 Liter Fassungsvermögen (glaubt mir, kleiner geht zwar irgendwie, wird aber ziemlich wahrscheinlich in einer mittelgroßen Sauerei enden 😉 ). Stellt euch nun schon einmal das Gelierzucker, eine halbe Zitrone (oder eben eine Flasche mit Zitronensaft) und den Vanillezucker bereit. Nun könnt ihr die roten Johannisbeeren in den Topf kippen.

Ich habe die Früchte ganz leicht anpüriert, um eine homogenere Masse zu erhalten. Das ist aber Geschmackssache und muss keineswegs sein.

Gebt die gesamte Tüte Gelierzucker, ein paar Spritzer Zitrone und den Vanillezucker hinzu. Letzteren mache ich im Übrigen mit rein, um dem Ganzen ein wenig den säuerlichen Tatsch zu nehmen. Außerdem bekommt die Marmelade so gleich noch einen leichten Hauch Vanille verpasst 😊

Nun könnt ihr das Ganze auf den Herd stellen und während die Platte warm wird schon einmal alles ordentlich verrühren. Nun heißt es, etwas Geduld haben und immer mal wieder rühren, damit nichts ansetzt – und das Ganze bis es kocht. Rührt nun noch etwa 4-5 Minuten stetig weiter (nahezu durchgehend, da es euch sonst überkocht). Bevor ihr ans Abfüllen geht, könnt ihr zu eurer Sicherheit eine Gelierprobe nehmen. Dazu mit einem Tee- oder Esslöffel etwas von der kochenden Marmelade auf eine Untertasse geben und ein paar Sekunden warten. Wird’s fest? Dann ist sie fertig.

Nun wird’s spannend. Nehmt den Topf vom Herd und stellt ihn euch möglichst nah zu euren leeren Gläsern. Wichtig bei den letzten Handgriffen ist nun etwas Schnelligkeit. Füllt am besten immer jeweils ein Glas ab, wischt ggf. noch einmal über den oberen Glasrand, verschließt es dann direkt fest mit dem passenden Deckel und dreht es direkt auf den Kopf. Hier solltet ihr Vorsicht walten lassen – wenn es beim Drehen etwas zischt, noch einmal zurück und den Deckel versuchen fester zuzudrehen (denn sonst kann es zu einem kleinen Malheur kommen und die Marmelade läuft euch aus).

Das wiederholt ihr nun, bis die ganze Marmelade auf die Gläser verteilt ist.

Es ist gut möglich, dass ihr ein, zwei Gläser überbehaltet, das hängt dann einfach mit dem Fassungsvolumen zusammen. Hier bitte nicht die Marmelade auf alle Gläser verteilen, weil sie nun einmal gerade da sind. Stattdessen Glas für Glas immer möglichst viel Marmelade einfüllen. Der Hintergrund ist denkbar einfach: Je weniger Platz hinterher im befüllten Glas ist, desto weniger Luft ist enthalten und somit haben Bakterien wenig Chancen eure Marmelade anzugreifen und schimmeln zu lassen. Solltet ihr am Ende ein Glas nur noch halbvoll bekommen (was mir oft passiert), dann ist das aber kein Problem. Geht mit diesem zunächst genauso vor, wie mit den übrigen. Ich handhabe es dann immer so, dass dieses Glas direkt mit in den Kühlschrank kommt und als nächstes aufgemacht wird.

Nach 5 – 10 Minuten könnt ihr eure Gläser nun wieder richtig herumdrehen und abkühlen lassen. Ich nehme dann immer noch einmal einen Lappen und wische die Gläser ringsum ab, denn meist geht bei mir während des Abfüllens doch hier und da auch was daneben.

Zu guter Letzt fertige ich dann noch Etiketten an, sodass ich später genau weiß, um welche Sorte es sich handelt und von wann diese ist.

Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Nachkochen und würde mich freuen, wenn ihr mir ein Kommentar dalasst, wie es euch gelungen ist und ob euch das Rezept gefällt.

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