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Wie läuft ein Geburtsvorbereitungskurs ab? – Unser Geburtsvorbereitungskurs Teil 2

4. Juli 2017

In meinem ersten Blogpost zu unserem Wochenendkurs zur Geburtsvorbereitung habe ich bereits einiges zum Kurs selbst bzw. was so drum herum passierte, erzählt. In diesem nun möchte ich gern etwas konkreter auf die Inhalte des Kurses eingehen und euch einen kleinen Einblick gewähren.

Unser Kurs war wirklich, wie auch schon im ersten Teil angeklungen ist, ein ganz toller Kurs. Die Hebamme hat das so klasse gemacht, dass wir danach heimgingen und ganz beflügelt waren und nun gespannt sind, wie unsere Geburt verläuft. Nichts mit Kampfhecheln oder sonst wie lächerlich machen.

Im Gegenteil – Es gab u.a. viel Input zur Geburt und dessen Verlauf – sowohl im Krankenhaus, als auch im Geburtshaus, denn unsere Gruppe war ziemlich gleich aufgeteilt, was die Geburtsorte anging (halb KH, halb GH). Allerdings muss ich gestehen, dass all die Infos zu Geburten im Geburtshaus mich letztlich glatt ein klitzekleines bisschen neidisch auf diejenigen schielen ließ, denen eben eine solche Geburt bevorstand. Eine Geburt in heimelig, liebevoller Umgebung…Das bekommt man so natürlich nicht, wenn man in ein städtisches Krankenhaus geht. Aber gleichzeitig habe ich mich dann daran erinnert, warum wir das Krankenhaus gewählt haben. Wir wollten gern die Gewissheit, dass, falls etwas ist, ein Arzt zur Stelle ist und eingreifen kann. Außerdem haben wir uns nun auch (unbeabsichtigt) für eine Klink entschieden, die zusätzlich eine Neugeborenen-Intensivstation hat – auch wenn wir natürlich hoffen, all diese Annehmlichkeiten nicht in Anspruch nehmen zu müssen.

Aber zurück zum Kurs. Auch die Anatomie des Unterleibs, der Aufbau der Gebärmutter und Plazenta waren u.a. Thema. Und auch für die Männer sehr interessant. Außerdem wurden verschiedene Massagen ausprobiert, mit denen die Männer uns Frauen in den letzten Wochen vor und aber schließlich auch während der Geburt ein wenig verwöhnen können. Wir übten auch gemeinsam (!) einige Atemtechniken und widererwarten so, dass sich dabei keiner komisch vorkam oder an besagtes Kampfhecheln erinnert wurde (übrigens eine Vorannahme, mit der etliche in den Kurs kamen 😃). Durch meinen Schwangerenyogakurs kannte ich zwar die meisten bereits, war aber natürlich trotzdem eifrig dabei 😊 Wir schauten uns die beiden Geburtsräume des Geburtshauses an und konnten in diesen einige Gebärpositionen testen: das Sitzen in der Badewanne, der Vier-Füßlerstand am Bett mit Hilfe des Partners, die Stütze durch ein an der Decke aufgehängtes Seil (nicht meins), das klassische Bett. Darüber hinaus wurden uns noch einige Positionen gezeigt, die wir zwischendurch gemeinsam mit dem Partner einnehmen können, um uns etwas zu entlasten.

Auch die Wochenbettzeit, also die ersten Wochen nach der Geburt, waren ein Thema des Kurses. Hier gab es eingangs eine Runde, die nur aus uns Frauen bestand und Themen, wie starke Blutungen und wie man sie auffangen kann, Brustmassagen, Stillprobleme und Co behandelte. Eben Themen, die man vielleicht nicht unbedingt vor fremden Männern besprechen möchte. Anschließend kamen die Männer wieder hinzu und es kamen weitere Themen, die nach der Geburt relevant sein werden, zur Sprache (Besuchsregelungen, Tagesabläufe, Veränderungen des Alltags, usw.)

Außerdem gab es einige Checklisten, was wir vorab noch organisieren / besorgen / tun sollten

  • um zum einen später im Wochenbett möglichst viel Stress vermeiden zu können (z.B. klare Absprachen mit der Familie treffen, wann Besuche gewünscht oder wie man sich diesbezüglich abstimmen kann; ggf. eine Haushaltshilfe zu organisieren, vorkochen und einfrieren, usw.)
  • um fürs Baby startklar zu sein (z.B. Organisation eines Kinderarztes für die erste ambulante U-Untersuchung {bei Geburtshausentbindungen tatsächlich auch die erste U-Untersuchung generell, bei Krankenhausgeburten wird die allererste noch in der Klinik gemacht}, Richtwert an Babysachen und welche man tatsächlich am Anfang benötigt, Infos zu Vitamin K und D, usw.)
  • um beim Packen der Klinik-/Geburtshaustasche nichts Wichtiges zu vergessen.

Zudem gab es tolle Tipps, wie wir die letzten Wochen bis zur Entbindung noch sinnvoll für uns als Frau nutzen können, um alle Weichen für eine möglichst angenehme Geburt zu stellen und somit zu ermöglichen, dass wir mit den geringstmöglichen Blessuren aus der Geburt herausgehen können – natürlich ohne Gewähr, denn jede Frau ist anders uns reagiert demnach nicht zwingend gleich auf all die präparierenden Möglichkeiten…

Damm-Massage

So empfahl sie uns nun täglich eine Damm-Massage durchzuführen und beriet uns, welcher Typ Frau, welches Öl dazu nutzen sollte. Ich habe mir dazu nun ein direktes Damm-MassageÖl von Weleda bestellt.
Das Öl bekommt ihr z.B. hier oder hier.

Himbeerblätter-Tee

Außerdem gab es Infos über den berühmten Himbeerblättertee (der nicht vor der 37. Woche getrunken werden sollte), da er sich Wehen fördernd auf den Körper auswirken soll. Den erhaltet ihr in der nächsten Apotheke. Ich habe die lose Variante gekauft.
Den Tee kannst du z.B. hier oder hier bequem bestellen.

Leinsamen

Und was ich sehr interessant fand: Hintergrundwissen zu Leinsamen. Ich wusste nämlich nicht, dass man diese Schwangeren nicht nur empfiehlt, um die Verdauung, sondern vor allem in den letzten Wochen, auch um die Ausflussproduktion anzuregen. Und wer mehr davon hat, soll hinterher weniger Probleme bei der Entbindung haben (klingt einleuchtend für mich). Ich habe mich für die geschrotete Variante entschieden, du kannst aber auch die ganzen Leinsamen verwenden, dann aber gründlich kauen!
Leinsamen bekommst du handelsüblich in jedem Drogeriemarkt (z.B. hier oder hier), Bioladen (z.b. hier) oder auch Reformhaus (z.B. hier).

Heublumen-Dampf-Sitzbäder

Und zu guter Letzt riet sie uns zu Heublumen-Sitzbädern. Auch diese sollen den Damm auf die bevorstehende Geburt vorbereiten und so unnötige Risse vermeiden. Das heißt nun aber nicht, dass diejenigen unter euch, die sich fleißig Heublumen-Sitzbäder leisten, gar keine Risse bekommen, aber es soll deutlich weniger erfolgen. Ich werde es auf jeden Fall testen.
Bekommen tust du die Heublumen für ein Heublumen-Sitzbad z.B. hier oder hier.

Soweit zunächst ein kleiner Einblick in die Themen des Wochenendes. Falls euch etwas noch näher interessiert, so lasst es mich gern wissen. Dann gehe ich gern in einem weiteren Blogpost darauf ein.

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